Dienstag, 17. August 2010

Sonntag, Montag, Dienstag - die erste Woche ist fast rum

Sonntag, 15. August 2010

Nach einem faulen Vor- und frühen Nachmittag lief ich zu Fuß (um mich endlich mal wenigstens ein bißchen in meiner Umgebung zu orientieren) zu Julio, um von dort mit diesem, Rocco und Danny in ein nettes (Spiele-)Café um die Ecke (in La Condesa) zu gehen. Es war Roccos letzter Abend in D.F. und so kamen noch einige Freunde vorbei und wir saßen da einige Stunden, tranken Kaffee bzw. in meinem Fall Chai und quatschten. Der Höhepunkt war ein ewig langes Streitgespräch zwischen den chilangos (Slang für die Bewohner von Mexiko-Stadt) und den sich in der Unterzahl befindlichen aus Guadalajara Stammenden. Außerdem sorgte ich mit meiner Behauptung, dass die Mariachis sich hier wie Prostituierte auf der Straße anböten, für viel Gelächter und zusätzliche Argumente in der Diskussion D.F. vs. Guadalajara.


Montag, 16. August 2010

Nachdem ich den Montag Zuhause verbracht hatte, in der Hoffnung endlich mal an meiner Unterrichtsvorbereitung zu arbeiten (die dann in Fluchen über das Lehrbuch - für die DaFis unter euch: Optimal - endete), ging ich abends noch mit Susanne eine Wohnung ansehen. Eigentlich müsste man "Wohnung" schreiben. Es handelt sich um ein angebliches Loft, wobei auch das schon viel zu weitgegriffen ist, denn es war ein ehemaliges Büro, in das man Pappwände eingezogen hatte, die nicht einmal bis zur Decke reichten. Dort leben zur Zeit zwei Personen und zwei weitere "Zimmer" werden vermietet. Man kam rein und stand direkt vor dem ersten Bett, also im ersten Zimmer. Um in Susannes potentielles Schlafgemach zu gehen, ging man noch durch ein weiteres Zimmer durch, direkt am Bett des dortigen Bewohners vorbei. Das Bad war schätzungsweise einen halben Quadratmeter groß und man konnte auf dem Klo sitzen, gleichzeitig duschen und sich die Hände waschen. Der ganze Spaß sollte so um die 100 Euro kosten. Wir waren schneller wieder draußen als man bis drei zählen konnte. Nach einem Abstecher im Supermarkt, kochten wir Zuhause zur späteren Freude von Ewa und Ricardo (Kartoffelpüree, Hühnchen und Möhrchen und Erbsen mit Zimt! Mh, lecker! Sehr deutsch!) und tranken auf den Schreck der Zimmerbesichtigung erst einmal ein bißchen Bier.


Dienstag, 17. August 2010 (Sperlings Geburtstag! que lo cumpla feliz...)

Nach einer unruhigen Nacht (bisher habe ich keine Nacht durchgeschlafen, weiß aber nicht woran es liegt, ob an den Mücken, der Angst vor den Einbrechern, dem Verkehrslärm vor dem Fenster, meinem nicht ausschaltbaren Kopf oder dem Jetlag) und einem wie immer schnell vergehenden Vormittag, fuhr ich mit Susanne in die CU (also die Uni), damit ich mal wieder das Haus und das Viertel verlasse. Ich ging mit ihr in den Unterricht, ließ mich von den Studenten befragen und freute mich darüber, wie gut sie (wahrscheinlich im Gegensatz zu meinen Studis) schon Deutsch sprachen. Danach fuhren wir wieder nach Hause, spazierten noch ein bißchen durchs Viertel, um endlich mal den Markt um die Ecke in Augenschein zu nehmen und außerdem festzustellen, dass dienstags immer Markt bei uns auf der Straße ist. Inzwischen sind wir wieder Zuhause eingetrudelt und werden nachher noch zu einer Wohnungsbesichtigung gehen, in der Hoffnung, dass es ein Erfolg wird.

1 Kommentar:

  1. süße, schön das du so gut angekommen bist. dann kann ich stulli jetzt jeden tag eine gute-nacht-geschichte mit den neuesten ereignissen um seine lieblings-hali erzählen;)
    du fehlst uns,
    küsschen kathrin

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