Montag, 16. August 2010

Abschied und Ankunft

Nach einigen turbulenten und amüsanten Tagen in Berlin wurde mein letzter Abend mit viel Bier in einer Lokalität mit dem (vorausahnenden Namen?) Sanatorium begangen. Anwesend waren (in order of appearance) Kathi und Sue, Änne, Sophie und Eric, Sarah, Kasiña und Groll sowie last but not least Jenne in Begleitung von Uwe und einem kleinen Teddske. Letzterer stelle mein Abschiedsgeschenk dar und diese Tatsache rührt mich immer noch zutiefst. Leider sträubt sich das Internet momentan ihn euch, meinen Lesern, auch visuell zu präsentieren, aber das wird nachgeholt. Einen Namen werde ich mir auch noch überlegen, denn es kann nur einen Teddske geben! Vielleicht wird er ja auf den Namen Moctezuma getauft...

Kurz lässt sich also zusammenfassen, dass der letzte Abend auf deutschem Boden in friedlich-freundlicher Runde verlief und mir den Abschied nicht gerade erleichterte. Am kommenden Morgen machten Kathi, Sue und ich uns auf den Weg nach Tegel, wo das Verabschiedungskommitee sich noch um Änne, Sarah und Kasia erweiterte. Man könnte fast meinen, dass eine große Gruppe Menschen sich davon überzeugen wollte, dass ich auch wirklich das Land verlasse (der - besser gesagt die - eine oder andere wurde dabei wohl von dem Gedanken geleitet baldmöglichst billigen Urlaub in der Ferne machen zu können...). Wie dem auch sei, der Abschied war glorreich und ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal herzlich bei Allen bedanken!

Der Flug war so wie nun einmal Langstreckenflüge sind, wenn man am Gang eingequetscht sitzt und sich versucht mittels einer gigantischen Filmauswahl (zugegeben, es hat sich vieles verbessert seit meinem letzten KLM-Flug, man kann jetzt selbst aus einer riesigen Auswahl Filme auswählen!) wach zu halten, um dem Jetlag vorzubeugen. Das Umsteigen lief auch problemlos und irgendwann waren die dreizehneinhalb Stunden dann auch tatsächlich vorbei und ich landete in Mexiko-Stadt. Auch mein Gepäck hatte es geschafft und so schlichen wir beiden uns vorbei an den Einwanderungsbeamten und dem Zoll nach draußen, wo ich vor einer wartenden mexikanischen Menschenmasse stand. Glücklicherweise sah mich Ewa, meine zukünftige neue Mitbewohnerin sofort, denn sie ist nunmal schätzungsweise zwei Köpfe größer als der Durchschnittsmexikaner (würde ich behaupten, aber manche Mexikaner mögen da ganz anderes sagen... in dem Fall WAR es jedenfalls so). Mit dem Taxi ging es in mein neues Zuhause, was eigentlich genauso war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auf diesem Weg bedanke ich mich auch noch einmal bei Aurica für die unglaubliche Hilfestellung im Vorhinein! Was ist das doch für ein Gefühl irgendwo anzukommen, sofort ein Zuhause zu haben und liebevoll empfangen zu werden! Unbeschreiblich! Unser anderer Mitbewohner, Ricardo, hatte sich entschuldigt. Ich lernte ihn aber am darauffolgenden Morgen gleich kennen. Ewa schleppte mich dann noch zu Tacos und Bier in der Nähe (für die Ortskundigen: wir wohnen in Escandón, aber gleich neben La Condesa, así que... da sind wir essen gewesen). Zum Essen muss ich ja nichts sagen... Lecker, natürlich! Und dann fiel ich voller neuer Eindrücke und einem tacogefüllten Magen auf meine Matratze.

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