Nach einer längeren Pause muss ich mich nun mal wieder dazu zwingen mein inzwischen für mich so alltäglich gewordenes Leben der weit entfernten Außenwelt zu Füßen zu legen. Ich entschuldige mich diesmal nicht, denn ich denke, dass es mehr als verständlich ist, dass man schnell von dieser Beschäftigung abkommt, sobald man einmal in einem neuen Zuhause angekommen ist und langsam alles zum Alltag geworden ist. Trotz vieler kleiner Abenteuer fragt man sich nämlich, was denn daran nun für die Leute in der fernen Heimat überhaupt interessant sein soll. Wenn man ständig von verschiedenen skurrilen Gestalten spricht, die das eigene Leben inzwischen bevölkern (und das ist es doch, was im Prinzip alles ausmacht), fällt es einem schwer diese jemand anderem nahe zu bringen ohne die Möglichkeit zu haben, beide Seiten einander vorzustellen. Ich hoffe, dass man versteht, was ich damit sagen will.
Nichtsdestotrotz will ich ich kurz versuchen stichpunktartig die vergangenen Wochen zu rekapiulieren (mehr wohl für selbst und meine Vergesslichkeit als für alle übrigen Leser - gibt es sie noch?):
- arbeiten, schlafen, essen (ich weiß, das hatten wir schon)
- ein erster spannender Ausflug in eine mexikanische Schwulendisko
- ein Nachmittag mit Julio und Co. inklusive Trödelmarkt und dem berühmten Blauen Haus von Frida Kahlo
- seltsame sehr erdbeerige Restauranteröffnungen (nunja, wir wollen mal nicht übertreiben, es war eine, aber das reichte schon)
- nach langem Hin und Her dann doch der ersehnter Besuch der Premiere des neuen Films von Iñarritu (Biutiful), der sowohl in filmischer als auch veranstaltungsmäßiger Hinsicht eher enttäuschend war
- erste Erfahrungen mit offiziellen Veranstaltungen (Alumnimesse mit viel Spaß und Rumstehen)
- Oktoberfest mit viel Bier, Würstchen, Kartoffelsalat und der Gründung einer Revolutionistischen Partei in Zusammenarbeit mit einem gewissen Gonzo (der seinen Namensvetter nicht kennt) und anderen (nach noch mehr Bier)
- fünf Tage ohne Ewa (die war auf Klassenfahrt)
- noch länger ohne Ricardo (aber das merkt man meistens nicht)
- lustige und interessante Gespräche mit unserem Hausmeister und seiner Frau (eigentlich unsere Ersatzfamilie)
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